TEIL 4
BRIGHTON
(11/09/09 und 12/09/09)
Ja, was war das nur für eine Nacht?
Nun, nachdem ich mich dann noch 'ne halbe Stunde fröstelnd an den Strand gelegt hatte und mich an den Lichtern des Piers und den Sternen erfreut hatte. (Ja, manchmal ist es gut, wenn Eltern nicht dabei sind (siehe Blogartikel 13/07/09) und manchmal ist es schön unvernünftig zu sein – zu frieren – nachts alleine an einem Strand in einer fremden Stadt in einem fremden Land zu sitzen – so schön – fast zu schön!)
Doch dann: Ausgelaugt und mit hammermäßigen Kopfschmerzen lief ich zur Juhe (Jugendherberge… Felix, ich liebe deine Insider-Begriffe!). Dort öffnete mir – mit einem Finger auf den Lippen – eine Deutsche die Tür. Ich solle ja leise sein, sie haben jetzt (21 Uhr) 2 Stunden gebraucht ihn ins Bett zu kriegen! „Ihn“ – ja, das war Nic, der sich so ins Koma getrunken hatte, dass nichts mehr ging und der trotzdem stets versuchte aufzustehen und seinen Freunden (die uns mit ihm alleine gelassen hatten) in irgendeine Bar zu folgen! Apropos, diese einmaligen Gentlemen brachten es sogar fertig, sich in einer 2-Zeilen-SMS bei den 2(!!) Mädels (Becci und Jenny) für ihre harte Arbeit zu bedanken! Na danke auch! Ich hoffe, ihr versteht die Ironie!
Die beiden Mädels wollten dann aber auf jeden Fall noch etwas essen und trinken gehen. Und nachdem wir Nic, der mittlerweile wieder vermehrte Aufstehversuche unternommen hatte, dann ruhig gestellt hatten, verabschiedeten sie sich und plötzlich war ich Kindermädchen. Denn, nein, Mister blieb natürlich nicht in seinem Bett. Mehrmals bin ich von einem lauten Ächzen oder Knarren wach geworden (ja, ich bin dann ins Bett) und musste mit Engelszungen auf ihn einreden. „I like Germans!“ war das Ergebnis. Aber er tat mir auch irgendwie leid. Der 23-Jährige machte gerade so Einiges durch, was ich nur zu gut kannte… *hehe* Trotzdem ist das keine Entschuldigung dafür, dass er unser ganzes Bad, inklusive den Fliesen hinterm Klo bepisst hat!
Doch der Abend war noch lange nicht zu Ende!
Gegen viertel 1 kamen die Mädels wieder (die dann doch nicht wirklich zum Essen gekommen waren ;O)) – und ja – wir sind Mädchen … gegen ¾ 2 sagten wir uns dann endgültig „Gute Nacht“! Und dankbar für die Ohropax (Danke, Becci!) schlief ich ein!
Doch, auch dieser Schlaf war nur von kurzer Dauer, denn wer denkt, dass hier schon Schluss ist, der irrt gewaltig! Denn Schlaue haben bestimmt schon bemerkt, dass der Rest ja irgendwann wieder zurück kommen würde…
Gegen ¾ 3 kamen SIE!
Und eine alkoholisierte Männerstimme fragte mich charmant, ob ich Lust hätte noch etwas Trinken zu gehen.
Eigentlich wollte ich „Nein“ sagen, doch da Becci und Jenny (Die übrigens Mitte-Ende 20 waren. Darf ich das sagen, ihr beiden?) sich schon anders entschieden hatten und ich nicht alleine bleiben wollte (Ja, selbst Nic war mit von der Partie!) zog ich mich an – oder nein, alle Mädels zogen sich unter Freude der Männer um!
Und so zogen wir mit einigen Packen Bier zum Strand.
Ich will nicht sagen „Unerschrockene“, aber „Sehr-Betrunkene“ trauten sich dort ins Wasser (bzw. Nic unfreiwillig!) und nach einer Stunde wurde es uns dann zu kalt.
So trotteten wir zurück.
Doch es dauerte noch etwa eine Stunde bis die Jungs (wie Babies) einschliefen, denn „Meine Damen und Herren, heute Abend sinkt für Sie – das Niveau!“ !!!
„Jenny, come down to me and let me be your Forrest!”
“Becks, what size are your breasts?”
“Maria, please come up to me and we can TALK. You can teach me German!”
Und das ging ja noch, denn es kam auch zu “You can leave your hat on”-Gesängen und Hintern-Präsentationen der besonderen Art!
Und dann der Geruch in unserem Zimmer: Schweiß, Pisse und Bier … unangenehm maskulin! *haha*
Und dann der Morgen danach:
Die Jungs schliefen noch (wie Babies eben) alle mit offenen Mündern und teilweise auch nicht bekleidet (Nicht wahr, Jenny?), als ich zur Dusche (eine Etage drüber, denn unser Bad... naja, ihr wisst ja) steuerte.
Und als sie dann nach und nach wach wurden… konnten sie sich größtenteils an nichts mehr erinnern! (Ist das jetzt gut oder schlecht?)
Naja, und von wegen Gentlemen! Unsere 3-stündige Babysitt-Aktion wurde nicht einmal mit einem eigentlich angebrachten Koffer-herunter-Tragen gewürdigt! Frechheit! ;o)
Aber was für eine Nacht!
Mein Ohrwurm des Abends: The Shins – A Call To Apathy
Oh Gott, das ist jetzt Seite 8! Ich hab wirklich ein schlechtes Gewissen!
Doch es würde mich freuen, wenn ihr weiter lest!
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