Montag, 14. September 2009

Orlando Bloom, The Shins und ein Junggesellenabschied

TEIL 2
DOVER
(10/09/09)

Der Fahrkartenschalter gab mir die Möglichkeit ein Ticket nicht nur nach Dover Priory (der Bahnhof in Dover), sondern auch nach Dover Castle zu kaufen, was ich natürlich mit großer Freude tat. Und so fuhr ich los. Richtung Süden. In die Hafenstadt mit den Kreidefelsen.

Nun kam ich an, und ging davon aus, dass es meinem Ticket zufolge doch einen Shuttle-Service zum Dover Castle geben musste. Doch falsch gedacht, Maria!
Nichts mit Shuttle-Service - und so irrte ich – oder besser gesagt: bahnte ich mir erfolgreich einen Weg durch Dover, um letztendlich sogar noch eine Bergbesteigung hinlegen zu müssen. Ok, Bergbesteigung ist vielleicht übertrieben, aber das Castle liegt auf einem Berg, einer Erhöhung, was weiß ich, und der Weg nach oben, war nicht gerade ein Kinderspiel. Aber letztendlich war mein Soundtrack (The Shins – Phantom Limb) ein fantastischer Motivator und die Sicht da oben entschädigte für alle Strapazen, doch dazu später mehr.

Nach dem Ticket-Kauf wollte ich zuerst ins Castle und dann die Kreidefelsen vom südlichen Aussichtspunkt sehen. Naja, ich bin aber leider zu blond, um Karten richtig zu lesen. Und so landete ich zuerst am Aussichtspunkt.
Naja, nicht so schlimm. Ich bin ja spontan.
Und damit zur Aussicht: Das Wetter war gut und die Kreidefelsen und mein geliebtes Meer (Ich weiß nicht, ob ihr das wisst, aber für mich hat das so eine spirituelle Wirkung. Wer mich also beruhigen will, schickt mich lieber ans Meer.) waren einfach atemberaubend.
„Ich-bin-der-König-der-Welt-Posen“ für mich alleine und eine Fotosession folgten.


Und dann ging‘s zum ursprünglichen Attraktionspunkt 1 dem Castle: Ich will euch jetzt nicht die ganze englische Geschichte, die mit dem Dover Castle zusammenhängt, herbeten (obwohl, die wirklich interessant ist), doch ich muss euch hier von meinen Begegnungen berichten:
Beim Lauschen der Audio-Einführung stieß ich auf eine deutsche Truppe, die ihre 10-Klasse-Abschlussfahrt machte und einen 20-Kilometer-Marsch hinter sich hatte (oder stieß sie auf mich?). Egal, die Konsequenz meiner Offenheit und Suche nach Gesprächspartnern war, dass ich meinen Schlossrundgang mit diesen lustigen Leuten durchführte. Wie schön es doch immer wieder ist, Deutsch zu reden… ;o)
Dann machten wir noch einen Castle-Shop-Besuch (sie mussten ja ihr Kleingeld loswerden…), was letztendlich nicht ganz zu meinen Ungunsten war…(Hiermit lieben Dank an Svenja!)


Und als dann ihre (für ihre Strenge bekannte) Lehrerin per Handy an die Heimfahrt erinnerte, verabschiedete ich mich und bahnte mir meinen restlichen Weg alleine über die Schlosswiesen und dann letztendlich wieder zu Fuß zurück zum Bahnhof.


Nach der Fahrt zurück nach Canterbury (dort war meine Jugendherberge) trottete ich also zu meiner Schlafgelegenheit und fand eine wahnsinnig süße Unterkunft vor. Und erst meine Zimmergenossinnen: Eine amerikanische Fast-Rentnerin, die mal in Deutschland studiert hatte und die mir erst am nächsten Tag unsympathisch wurde, als sie mir veröffentlichte, dass sie eine „Healing-through-Prayer“-Prkatizierende sei, das heißt, das ist ihr Job…. Egal, mein zweiter flat-mate war eine Ende-40-Holländerin mit Kurzhaarschnitt, die einfach nur goldig war - schon allein wegen ihrem Akzent. Dann eine Deutsche (Mitte 20), die so wie ich England auf eigene Faust erkundete. Und zuletzt noch 2 Japanerinnen, die meine Dover-Infos gerne annahmen (es war ihr nächstes Reiseziel) und von denen eine so sehr schnarchte, dass wir sie mehrmals in der Nacht aufwecken musste, damit sie sich dreht…

Nun, die Nacht war erholsam, traumreich, wenn auch schnarchunterbrochen … und der nächste Morgen startete mit einem Inklusive-Frühstück. Ach und da bin ich auch schon beim Geld: Diese Jugendherberge ist wirklich wärmstens zu empfehlen. Ein unschlagbarer Preis von an die 10 Pfund pro Nacht (wie gesagt inklusive Frühstück) spricht für sich. Und dann die Einrichtung und die Zimmer… einfach goldig. Wer also Infos dazu braucht, meldet sich einfach bei mir!


Und dann ging’s weiter:

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