Seid gegrüßt, ihr Sweethearts!
Oh ja, die letzten 2 Tage beinhalten ja sooo vieles, was ich euch erzählen muss. Ja, das heißt, ich kann nicht anders: Es wird wiedermal Zeit für einen Blogeintrag. (Heißt übrigens >das< Blog, danke Neumi! – Aber wer bitte sagt >das< Blog?)
Los geht’s mit einer Eindrucksschilderung, wer will kann auch Männerschilderung sagen, aber das Folgende ist jetzt nicht zwingend am Geschlecht festgemacht.
Nun da steh ich so, wartend, allein, vereinsamt (und eigentlich nichts von dem außer wartend *haha*) an der Bushaltestelle und da kommt ein Bus, der nicht meine ist. Darin sitzt logischerweise (nicht nur) ein Fahrgast. Ja, und den gilt es zunächst zu beschreiben: Ein Punker asiatischer Herkunft. Pilotensonnenbrille. Schwarzer Iro. Etwa 4 bis 5 cm. Die Seiten nur einige Millimeter lang. Ein weißes Hemd. Selbstverständlich bis oben zugeknöpft. DAS ist London.
Dann meine nächste Begegnung: Diesmal sitze ich IM Bus und schaue von oben nach unten auf eine Bushaltestelle. Da steht ein Mann. Ein modischer Bussiness-Jüngling. Kurzhaarschnitt (Yes, it’s back!) Enge schwarze Röhre. Schwarze, flache, spitze Lederstiefel, wie sie hier grad in sind. Eine moderne lila-blaue Jogging-oder-auch-Lauf-Jacke. Selbstverständlich bis oben zugezogen. Auch DAS ist London.
Nun, nein, ich bin keine Mode-Fanatikerin. Ich möchte euch aber London ganz genau beschreiben. Und da die Mode den Lebensstil unterstreicht – da die Mode hier (zumindest teilweise) Lebensstil ist, ist DIE Mode LONDON. (Welch eine Logik… hach, eben blond!)
Ach, und wo wir gerade bei oben zugeknöpft sind: Aus Mangel an Bildern in diesem Blogartikel, habe ich mich, um euch nicht gänzlich mit Worten zu langweilen, dazu entschieden, meine momentanen Musik-Favoriten zu posten.
Hier den Beginn macht Frankmusik – ein (selbstverständlich) Londoner Musiker, mit einem wahnsinnig coolen Lied und einem nochmal so geilem Video, das 3 Indikatoren für die Tatsache beinhaltet, dass dies ein europäisches, bzw. englisches Video ist. (Guckt’s euch erstmal an – die Lösung gibt’s im nächsten Eintrag!)
Nun zu einem zunächst angenehmen und dann totally beklopptem Erlebnis:
Das ist schon merkwürdig. Da steht man an der Bushaltestelle. Die Kerle, die mit dem Auto vorbeifahren, pfeifen einem hinterher (soviel zum angenehmen Teil).
Aber habt ihr schon mal Klopapier kaufen müssen?
Da sind ja Tampons angenehmer und vor allem handlicher!
Aber habt ihr schon mal mit ‘ner Packung Klopapier durch die Kante rennen müssen?
Nicht nur, dass das extrem unhandlich ist, sondern dass einen alle angucken wie als wär man vom Mond…
Flirtfaktor unter der Bedingung A (A=1Packung Klopapier unterm Arm) = NULL! (Jaja... Mathe...)
Aber wenn’s eben alle ist…
So, und nun zu einem Highlight bzw. schlimmsten Moment meiner bisherigen Zeit hier.
Ich hab heute frei und mir gestern daher gedacht, dass es sich gut machen würde, abends nach der Arbeit irgendetwas zu unternehmen. Nun nach einigen SMS und Telefonaten und Facebook-Unterhaltungen war ich dann so weit, dass ich mich um 9 auf den Weg nach Erith machte, um ein paar andere Freiwillige zu besuchen und letztendlich auch dort zu schlafen (ein Zimmer war frei), weil ich mich um die Uhrzeit nicht wieder in die Assigegend hier traute.
Das Internet hatte mir schön die Rute berechnet und die Buslinien ausgespuckt und ich stieg nach ‘ner halben Stunde dort aus, wo ich sollte.
OMG – Mama, ich hab echt überlegt, ob ich das reinstelle. Unschön. Gefährlich. Gänzlich nicht gut. Aber was soll’s?
Denn dort wo ich ausstieg, war irgendwo am Arsch der Welt.
Nun, zunächst irrte ich durch die Straßen – es wurde langsam dunkel. Doch keine der Straßennamen sagte mir etwas, obwohl ich eine Karte der Gegend in der Hand hielt. Dann kam ich an 2 Kerlen vorbei. Lief schnell weiter. Ja, ich bin ein Mädchen – es ist Nacht – da macht man sich so seine Gedanken.
Doch, ich hatte keine Wahl. Ich hatte keinen Plan, wo ich war.
Ich kehrte um und sprach sie an. Wie sich letztendlich herausstelle, waren sie beide 19 und hingen diesen Abend einfach an ihrem Auto in ihrer Gegend rum. Nein, sie sahen NICHT gefährlich aus.
Letztendlich konnten sie mir sagen, dass ich ganz woanders war, als ich eigentlich sein wollte. Dann telefonierte ich mit einer der Freiwilligen und ihre Aussagen waren nur bedingt hilfreich. Ich wusste aber letztendlich durch die Hilfe der Jungs und durch das Telefonat, dass ich zunächst zu einem bestimmten Einkaufszentrum muss, und dazu eine gewisse Buslinie nehmen musste. Sie boten mir auch an, mich dort hinzufahren, doch ich lehnte ab (… ja, lest weiter). Ich machte mich auf den Weg zu der Bushaltestelle und sah den Bus wegfahren.
Nein, ich habe noch nie so viel geflucht. Ich war den Tränen nahe. Das Leben, Londoner Transport, alles hat mich in diesem Moment so angekotzt.
Ich ging dann zu der Bushaltestelle, um zu guter letzt auch noch festzustellen, dass der nächste Bus in einer halben Stunde kommen würde – um 11!!!
Alter, ich war verzweifelt, nahm’s letztendlich aber mit Humor. Scheiße, ich saß fest.
Und dann: Meine Rettung. Die 2 Jungs im Auto. „…We can give you a lift to Bexleyheath Shopping Centre!“
Ja, was macht man da? Ich sagte ihnen, dass ich es schon komisch fänden würde, mit Wildfremden mitzufahren.
Doch, naja.
Bauchgefühl.
Ich tat’s.
Mama, ich hoffe du fällst jetzt nicht in Ohnmacht!
Nun, ich rief vorher nochmal eine Freiwillige an und hielt mein Handy die ganze Zeit in der Hand.
Gott, hatte ich ein Schiss, aber sie stellten sich als außerordentlich freundlich heraus und hätten mich noch sonstwohin gefahren, aber ich wollte zu der Bushaltestelle am Shopping Centre. Von dort konnte ich einen Bus nehmen, mit dem ich nach ‘ner viertel Stunde an der Unterkunft der Freiwilligen ankam.
Ein 2-stündiger Horrortrip, aber ich lebe.
Der Abend war wirklich noch sehr lustig, da auch noch andere Freiwillige da waren – wir waren somit zu fünft. Und ich hatte ja was zu erzählen…
Als die anderen dann gegangen waren und sich die beiden Bewohnerinnen der Wohnung (Freiwillige) dann auch zurückgezogen hatten, schaute ich noch das Oasis-Konzert in Manchester im Fernsehen zu Ende … *Wonderwall* … und ging dann gegen 3 ins Bett.
Auf meinem heutigen Weg, bzw. meiner Fahrt nach Hause (die selbstverständlich diesmal besser geplant wurde) war dies mein Soundtrack: (Eigentlich in einer Orchesterversion auf dem Soundtrack von Oceans Eleven, aber ich lege euch hiermit eine Version dieses fantastischen Geigers ans Herz…)
Ja, das war viel für heute,
Aber im Sinne dieses traumhaften Finales dieses dritten Satzes der Suite bergamasque verabschiede ich mich heute von euch und wünsche euch noch einen fabelhaften Tag!
Eure Maria
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