Sonntag, 21. November 2010

Novembertage

Sanfte MP3-Player-Klänge stimmen ein auf eine bevorstehende Zeit, die sich Winter nennt.
Die Mittagssonne steht tief an diesem Novembertag und sie schließt die Augen.
Sie spürt die Wärme auf ihrer Haut.
Sie lächelt.

Ihre Bahn erreicht den Hauptbahnhof und das Crescendo eines Liedes motiviert sie zum Sprint. Sie ist spät dran.

Nach Hause fahren.
Nach Leipzig.
Dieses Jahr gerät sie nicht in Begriffsschwierigkeiten bei der Phrase „zu Hause“.
Sie ist angekommen in Halle. Es gefällt ihr, aber wie zu Hause wird sie sich dort wohl nie fühlen. Halle ist eine traumhafte Stadt mit wunderbaren Menschen, mit endlosen Vorzügen. Nachteile fallen ihr nicht ein. Sie hat wohl Glück gehabt bei der Wahl ihres Studienortes.
Und trotzdem:
Ihre Heimat ist Leipzig.
Und auf ewig verbunden ist sie mit London.
Dort fühlte sie sich heimisch im großen Kollektiv. Es tat so gut, in einer anonymen Masse nicht einsam zu sein.
Englische Offenheit.

Doch sie verfällt nur manchmal in dieses Singsang von Melancholie und einer neuen Sorte von Heimweh.
Dazu hat sie keine Zeit.
Dazu hat sie viel zu viel Freude am Leben. (Ihr kennt sie.)

Nur manchmal.
Manchmal an solchen sonnigen Novembertagen.

Sanfte Klänge und ein Lächeln.

(Mir geht es gut.)
(Eure Maria)

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