Hallo ihr Lieben.
„Glück ist keine Erdbeertorte.
Es ist eine ganz besondere Sorte
Von vielen, vielen dieser Welt,
die dir aber auch mir gefällt.
Am besten man steckt’s in ein Gurkenfass
und wenn man’s braucht, dann holt man sich was.
Jeder wird einmal auch Pech bekommen
Es hat schon manchen das Glück genommen. „
Jaja, so reimte ich vor etwa 9 Jahren. Da war ich 9. (Und es ist mir nur ein bisschen peinlich.)
Aber irgendwie ist da was Wahres dran:
Wäre es nicht schön, manche Momente einfach festzuhalten und bei Bedarf daran zu riechen, schmecken und alles noch einmal fühlen zu können?
Noch einmal glücklich zu sein.
Geht nicht. Schade.
Aber meine Rettung sind die Worte:
Ich kann Momente silhouettenhaft schriftlich festhalten und dann lesen, wie es war. Ich kann nicht noch einmal glücklich sein, aber ich kann lächeln, wenn ich es lese … and so can you!
Vielleicht könnt ihr’s nachvollziehen, vielleicht auch nicht.
Hier sind 5 Episoden des Glücks (in chronologischer Abfolge):
(1)
Ich sitze im Bus. The upper deck, of course.
Mein Soundtrack ist das neue Album von Vampire Weekend. „Contra“ Sehr, sehr gute Musik.
Es ist kalt draußen, aber die Sonne scheint. Vorboten des Frühlings. Ich mag das, wenn die Sonne durch das Busfenster ins Gesicht strahlt. Das wärmt.
Ich mach die Augen zu.
Ich lächle.
Durch und durch perfekt, denke ich.
Ich bin in London. Höre perfekte Musik. Und die Sonne scheint.
Ich bin glücklich.
(2)
Ich sitze zu Hause auf meinem Bett.
Neben mir liegt die orangefarbene HMV-Tüte. (HMV ist ein Musik-Multimedia-Laden.)
Darin befinden sich 3 neue Alben.
Dieses Prickeln in den Fingern.
Langsam zieh ich die Tüte zu mir heran.
Behutsam, wie einen Schatz nehme ich jede CD eine nach der anderen heraus.
Vorsichtig wird die Schutzfolie entfernt.
Sie glänzt, die CD-Hülle.
Ich lächle über beide Wangen und kann es kaum erwarten, die CD zum ersten Mal in mein CD-Laufwerk zu schieben.
Ich drehe die CD in meinen Händen.
So müssen sich Vinyl-Liebhaber gefühlt haben.
Mein Schatz.
Meine Musik.
Meine gute Musik.
Ich bin glücklich.
(3)
Ich sitze bei meiner Klientin im Wohnzimmer auf der Couch.
Zum ersten Mal setzt sie sich zu mir. Sie sitzt eng an mir. Dabei scheute sie sonst jeglichen Körperkontakt. Sie will mir etwas zeigen.
Ihr kleiner Bruder setzt sich neben mich. Auch das erste Mal. Er will nur neben mir sitzen.
Ich stehe auf und ziehe mich an.
Sie fragt, wann ich wiederkomme. Dies ist das erste Mal, dass sie fragt.
Sie sagt „Bye Maria!“.
Er sagt „Bye Maria!“.
Bei beiden geschieht dies das erste Mal ohne Aufforderung ihrer Mutter.
Sie lächeln.
Ich lächle.
Ich bin stolz.
Ich bin glücklich.
Alles nur weil ich ihnen zeigte, wie man perfekte Papierflieger faltet.
(4)
Ich öffne meine Haustür.
Da liegt ein kleines Paket.
„Für Marvin!“, denke ich.
Ich heb es auf.
Da steht mein Name.
Kein Absender.
Ich bin verwundert.
Ein Amazon-Paket?
Langsam gehe ich die Treppe hoch.
Ich öffne das Paket.
Es ist ein Buch. „I Never Promised You a Rose Garden”.
Anbei ein rosafarbener Zettel: “Gift from Stefanie Neumann” steht da unter dem Amazon-Logo.
Ich bin glücklich.
Danke Neumi!
Diese Überraschung ist dir gelungen.
(5)
Ich sitze wieder im Bus.
Ich bin noch heftig verkatert. (Dies ist an sich nicht wirklich etwas Schönes.)
Mir ist schlecht. (Dies auch nicht.)
Mein Kopf lehnt an der Scheibe.
Ich höre Bon Iver. Ruhig, schlicht und wunderschön. Einen heftigen Beat hätte ich nicht vertragen.
Ein Luftzug streift meinen Kopf.
Ich muss lächeln.
Schlicht und schön. Das ist es.
Ich bin glücklich.
Nun, Abercrombie&Fitch passt jetzt wirklich nicht.
Ich hoffe, euch geht es gut.
Je vais bien, ne t’en fais pas.
Eure Maria
(Sie lächelt immer noch.)
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