Hallo meine Lieben,
Auch wenn es heute nicht viel zu erzählen gibt, verspüre ich das dringende Bedürfnis, mich (unmittelbar) mitzuteilen.
(Nun ja, ihr kennt mich ja.)
Die Notwendigkeit diverser Besorgungen trieb mich heute wieder einmal ins wunderschöne Greenwich.
Das Wetter war ein Traum (nachdem es gestern wie aus Eimern geschüttet hatte), die Sonnenstrahlen taten gut und mein Husten im Bus sorgte für Beinfreiheit, denn keiner traute sich aus Angst vor Schweinegrippe auf den Platz mir gegenüber. ;o) (Kurzer Zwischenstand: Ich bin jetzt mittlerweile seit etwa 10 Tagen krank und nehme seit 4 Tagen Antibiotika – keine schöne Sache… und NEIN, es ist KEINE Schweinegrippe!)
Und wie ich da dann so durch Greenwich schlenderte, auf der Suche nach einem gewissen Flohmarkt, fand ich einen Buchladen.
Und mit Buchläden ist das so eine Sache: Sobald ich alleine bin und einen Buchladen sehe, MUSS ich da rein. Folglich betrat ich voller Neugier dieses Buchstabenuniversum mit der Intension vielleicht ein schönes Buch für eine gewisse Person zu finden. Doch es kommt meist ganz anders, und so stand da auf einmal dieses Buch:
The Stuff of Thought – by Steven Pinker
Schon der Name des Autors ist geil. Ein 439-Seiten-Wälzer. Rotes Buch. Hellblauer Einband. Und ein Schild mit ‚£5‘ drauf. Was gibt’s da noch zu überlegen?
Natürlich kaufte ich mir dieses Buch.
Und kennt ihr das Gefühl, wenn ihr ein Buch gekauft habt und die Ladentür hinter euch schließt? Das ist so, als hätte man einen kostbaren Schatz, als hätte man unendliches Wissen in der Tüte… Hach, ich fühlte mich gut.
Auf der Heimfahrt las ich dann auch den Klappentext und ich hätte mich echt wegschmeißen können, passt auf:
„How does a mind that evolved to think about rocks and plants think about love and physics and democracy?” (The Stuff of Thought, Steven Pinker)
Nun, bevor ich jedoch zur Heimfahrt komme, noch ein kleines Erlebnis:
Ich laufe den Fußgängerweg entlang, und mir kommt ein Mann entgegen - und hier spielt keine Rolle, ob er mein Typ war oder nicht, ob er mein Alter war oder nicht – die Sache war die:
Er hat gelacht. Nun, nicht laut losgelacht. Nein. Er hat geschmunzelt. Sei es aus Verliebtheit oder Erfolg – spielt keine Rolle.
Er war glücklich.
Und wisst ihr, was Maria dann gemacht hat? Haha, ihr könnt es euch sicherlich denken!
Ja.
Sie hat gelacht.
Sie war glücklich. Sie war sehr glücklich.
Mein Gott, wie einfach ist es doch, mich glücklich zu machen. Fast zu einfach.
Also: Lacht, Leute! Lacht, Leute! Lacht, Leute! Lacht, Leute! Lacht, Leute! (Welch eine zauberhafte Zungenbrecher-Alliteration.)
Und nachdem ich die „diversen Besorgungen“ dann erledigt hatte, machte ich mich also auf den besagten Heimweg. Und bei der Erwähnung von ebenjenem möchte ich nicht noch einmal auf den Fahrtkomfort, sondern diesmal auf die Fahrtdauer eingehen: Brauchte ich bei der Hinfahrt 45 Minuten nach Greenwich, so benötigte ich rück zu nur ganze 15 Minuten. Wie kommt das? Zauberei?
Nein.
Die Antwort ist simpel und stellt wieder einmal die Darstellung eines Londoner Ortsphänomens dar:
Auf der Hinfahrt geriet ich schlicht und einfach in den Londoner Berufsverkehr, das heißt falsche Uhrzeit (9 Uhr), falsche Richtung (selbstverständlich Richtung London). Aber mir konnte heute nichts die Laune verderben, und ihr kennt mich – ich lache.
In diesem Sinne verabschiede ich mich für heute
Ich vermisse euch
und schenk euch ein Lächeln
Eure Maria
ps: Und wieder einmal hat der Höhepunkt bei "2:30 des Claire de Lune von Debussy für eine Gänsehaut gesorgt. Ihr hättet das erleben müssen: Wie die Sonne über die Baumwipfel klettert und höher und höher steigt, kämpfen sich die Streicher in die musikalischen Sphären bis an den Steg! Wunderbar. Schön.
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